Freiheit - Vielfalt - Kultur

Liebe Freunde,


anläßlich der aktuellen Entwicklungen seien mir noch ein paar notwendige Gedanken gestattet:

Mir ist aufgefallen, daß die Bedeutung mancher Worte einer Klärung bedarf:
zum Beispiel "Freiheit" und "Vielfalt".
Sie klingen sehr gut. Vor allem unsere Gutmenschen sind bemüht, sie bei jeder Gelegenheit zu benutzen.
Ihr übereifriger Gebrauch hat mich aber stutzig gemacht.
Was verbirgt sich alles hinter "Freiheit"? Die Möglichkeit, sich ungehindert bewegen können? Keine Frage, das wollen wir mit Recht alle.
Oder ein erstrebenswerter Zustand: das Gegenteil von Einschränkung und gesellschaftlicher Begrenzung? Ja, wohl auch das - diese Freiheit allerdings braucht ihr polares Gegenstück: die Pflicht.
Als Wort ist der Zustand "Freiheit" nur ein Köder für die Unzufriedenen. Als Programm führt er zur Anarchie, denn er löst alle Gesetze und Grenzen auf. Diese aber sind notwendig für das Überleben und die Stabilität einer jeden Menschengemeinschaft.
Nichts beweist uns das besser als die
Revier-Thematik der "5 Biologischen Naturgesetze".

Freiheit kann nur in dem Maße erwartet werden, wie auf der anderen Seite das Nötige zum Wohl der Gemeinschaft getan wird.
Zur Erinnerung: Goethe läßt seinen Faust am Ende erkennen: "...dies sei der Weisheit letzter Schluß: Nur der verdient sich Freiheit wie das Leben, der täglich sie erobern muß!"

"Vielfalt" ist ein neues Zauberwort, mit dem der Zeitgeist alles Fremde zu rechtfertigen sucht, das sich in unserem Lebensraum ausbreitet.
Vielfalt aber resultiert aus dem Besonderen, das einem Jeden zu eigen ist.
Die "Artenvielfalt" der Natur gibt es auch nur deswegen, weil sich jede Art instinktiv an bestimmte Regeln hält. Und diese sind von der Natur vorgegeben.
Das Besondere zu bewahren und zu schützen, wäre also die
eigentliche Aufgabe für die, die "Vielfalt" im Munde führen.

Noch ein Wort, das nicht vergessen werden darf: "Kultur".
Um es zu definieren, zitiere ich den Philosophen Sigmund Feuerabendt:
"Die Natur Gottes ist die Kultur des Menschen".
Die Spuren einer Menschengemeinschaft auf dem Weg ihrer geistigen Entwicklung - sei es die Sprache, ein Kunstwerk in Malerei, Architektur oder Musik - sind
Zeugen deren Kultur.
Sie haben überzeitlichen Bestand.
Daß eine gesunde Kultur nur im Einklang mit der Natur entstehen kann,
versteht sich von selbst.
Zeitgeist, der heute modern und morgen der Schnee von gestern ist,
hat damit nichts gemein.
Auch die Entdeckung Dr. Hamers, deren konsequente Anwendung uns einen Weg zum gesunden Menschen und zur gesunden Gesellschaft aufzeigt,
kann zu einem Kulturgut werden.

Es liegt an uns, ob wir unsere Kultur einem zerstörerischen Zeitgeistes opfern,
oder ob wir sie zu bewahren suchen.

Wir sollten in jeder Hinsicht wachsam bleiben und an die Folgen denken.


Das auszusprechen, war mir ein Bedürfnis. Ich bitte darum, es nicht als Besserwisserei, sondern vielmehr als eine Aufforderung zum Nachdenken zu verstehen.

Ich wünsche uns, daß wir als "Kulturmenschen" in dieser alles in Frage stellenden Zeit die Natur wieder als das Maß aller Dinge erkennen.
Einfachheit und Wahrheit finden wir nur in deren Gegebenheiten.
Also wird es sich für uns alle lohnen, uns an das Schon-immer-dagewesene zu erinnern und es fürs Neue Jahr besonders in den Fokus zu nehmen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch allen ein gesundes Neues Jahr!

Möge es Frieden bleiben.

Herzlich
Karlheinz Wagler
30.12.2018