Ein paar Gedanken zum Jahreswechsel

 

Es ist eine zutiefst menschliche Eigenschaft, nach Wahrheit zu suchen.

Es ist quasi ein Grundbedürfnis, das nur entstehen konnte, weil "Wahrheit" etwas Nicht-Greifbares, Unklares oder Unbekanntes ist - und damit im Ungewissen bleibt.

Ungewißheit aber erzeugt Ängste. So gesehen, verbirgt sich hinter der Wahrheitssuche auch ein stückweit das Streben nach Sicherheit.

Des Menschen Wissen ist nun einmal stark beschränkt - und das, was er dafür hält, ist mehr Glaube als Gewißheit.

Wissen hat also nicht zwangsläufig etwas mit Wahrheit zu tun. Wohl aber sollte die Wahrheit Prüfstein unseres Wissens sein.

 

Das ist nichts Neues, aber man erkennt daran, wie leicht der Mensch alles aufsaugt, was er für wahr hält. Das zu wissen, ist für Leute, die mit Information Geld verdienen oder die damit bestimmte Ziele verfolgen  eine willkommene Angelegenheit. Und heute leben wir sogar in einer "Informationsgesellschaft".

Mancher findet das toll, aber Information bedeutet nichts anderes, als das, was das Wort sagt: nämlich das "in-die-Form-bringen" derer, die Information konsumieren.

Es wäre fatal zu glauben, daß derartige Information etwas mit Wahrheit zu tun haben könnte.


Auf den Punkt gebracht, kann für uns als Menschen nur das als wahr gelten, was wir mit unseren eigenen Sinnesorganen "wahrgenommen" haben. Das klingt vielleicht primitiv, aber unsere Biologie wurde genau deswegen mit solchen Organen ausgestattet.

Anhand der "5 Biologischen Naturgesetze" wissen wir, daß unser Körper auf Wahrgenommenes psychisch und organisch reagiert. Wir wissen auch, daß er nicht unterscheiden kann, ob das wahrgenommene Bild aus einer realen Welt oder aus der Röhre kommt. Er kennt die Röhre nicht, denn in seiner jahrtausende langen Entwicklungsgeschichte gab es keine Röhren oder ähnliches. Er reagiert, als wäre alles Wahrgenommene real.

Also sollten wir sehr vorsichtig damit sein, was wir unseren Sinnesorganen zumuten. Man könnte auch sagen: Eine gewisse Hygiene im Umgang mit fremder Information wäre das Mindeste, was man als bewußter Mensch an den Tag legen sollte (so nebenbei gewinnt man durch Informationsvermeidung Zeit für sich selbst).
Das bedeutet aber auch, kritisch zu bleiben und immer wieder: Fragen zu stellen.

Denn: Nur wer Fragen stellt, bekommt Antworten. Und es wird auf jede Frage mehr als eine Antwort geben.

Und schon kommt die nächste Aufgabe: Das eigene Denken wieder zu üben, das früher einmal die "erste Bürgerpflicht" war. Wozu haben wir diese Fähigkeit denn sonst?

Wir brauchen kein Diplom in Mathematik, um eins und eins zusammenzuzählen. Wir brauchen nur unseren gesunden Menschenverstand. Jede fremde Einmischung ist eine Manipulation. Das "www" ist voll davon. Diese absolute und noch dazu wohlfeile Information macht nicht unbedingt klüger. Vielmehr ist sie geeignet, jedes eigene Denken auszuschalten.

Hier sollte aber jeder selber weiter denken, denn auch dieser Beitrag steht im www...

Nur eine persönliche Erfahrung will ich hinzufügen, die sich in meinem Leben immer wieder bestätigte:
Alles, was wahr ist, ist auch einfach.
Kompliziert wird es nur durch angelernte Glaubenssätze, die in ihrer Fülle dieses Einfache nicht zulassen. Genau so, wie ein Arzt angesichts eines Dr.­Hamer - Vortrages sagte: "So einfach kann es nicht sein, dann wäre ja alles andere falsch..." na, und so weiter.
Und doch ist es viel einfacher, als wir früher glaubten. Wir haben den Vorteil, daß wir das bereits in vielen Fällen und im eigenen Erleben bestätigt gefunden haben.

In diesem Sinne wünsche ich uns allen, nicht mit dem Fragen aufzuhören. Benutzen wir wieder unsere  Sinne, um einfache und wahre Antworten zu finden­ - immer wieder dort,  wo sie uns vorgelebt werden  und wo sie auch Dr. Hamer fand: in der Natur.

Und wie nebenbei erahnen wir dort auch, was  Vollkommenheit ist.


Allen ein gesundes und friedliches Neues Jahr!
Herzlich
Karlheinz Wagler